Files
sultan/CLAUDE.md
T
br c8df9d7651 erste module drin.
zwischenstand: Architektur aktualisiert, TOFU implementiert,
2026-10-01 22:22:13 +02:00

59 lines
7.4 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters
This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.
# CLAUDE.md
This file provides guidance to Claude Code (claude.ai/code) when working with code in this repository.
## Instruktionen
Lies die `.ai/*.md` Files. Diese liefern den Context für die App, die hier entstehen soll.
Maßgeblich ist aktuell [.ai/sultan-system-architecture.md](.ai/sultan-system-architecture.md) (Netzwerk-, Sicherheits-, Daten- und Anwendungsmodell inkl. SQL-Schema, Event-Format und Referenz-Compose-Files). Bei Widersprüchen zwischen diesem File und der Spec gilt die Spec. **Architekturentscheidungen werden in der Spec nachgepflegt** (betroffene Abschnitte + Entscheidungslog in Abschnitt 8) – das gehört zu jeder Änderung, die Architektur festlegt.
## Projektstatus
Frühe Phase: Go-Modul `sultan` (Go 1.25), noch kein `main`/Subcommand. Packages:
- [pkg/traefik](pkg/traefik) – übersetzt flache `traefik.*`-Labels (`FromLabels`) in Traefiks dynamische Konfiguration, führt Knoten-Configs zusammen (`Merge`) und rendert JSON/YAML (`Marshal`) für `/v1/traefik-config`. Traefik *pollt* diesen Endpunkt über seinen HTTP-Provider; Sultan schreibt nie in Traefik und emuliert keinen Docker-Socket.
- [pkg/stream](pkg/stream) – Server→Agent-Kanal als **SSE**: `Hub` (Server, ein Stream pro Knoten, Keepalive `:\n\n`, Neuverbindung ersetzt alte mit `ErrReplaced`, `OnConnect`/`OnDisconnect` nur bei echtem Online/Offline), `Client` (Agent, Idle-Timeout 90s, `Run` mit exponentiellem Backoff, `Prepare` zum Signieren), `Decoder`. Authentifizierung macht der Aufrufer vor `Hub.Serve`. Agent→Server (`service_state`) läuft *nicht* über diesen Stream, sondern über eigene Requests.
- [pkg/store](pkg/store) – SQLite-Persistenz (Schema Spec 4.3) über `modernc.org/sqlite` (reines Go, kein cgo → statisches Binary). Migrationen sind eine append-only Liste in `store.go`, Version in `PRAGMA user_version`; neuere DB-Version → `ErrSchemaTooNew`. Zeitstempel werden aus Go gesetzt (injizierbare Uhr `Store.now`) und als UTC-Text fester Breite gespeichert, damit SQL-Vergleiche funktionieren – keine `CURRENT_TIMESTAMP`-Defaults verwenden. Enrollment-Tokens nur als SHA-256; `Enroll` verbraucht Token und legt Knoten atomar an. Fehler: `ErrNotFound`/`ErrExists`/`ErrInvalid`/`ErrTokenUsed`/`ErrTokenExpired`.
- [pkg/auth](pkg/auth) – Ed25519-Request-Signatur, **in jedem Tier Pflicht** (kein Bypass, auch nicht für `community`/Homelab). `Signer.Sign` (passt als `stream.Client.Prepare`) signiert Methode, Pfad+Query, Zeitstempel, Nonce und Body-Hash (`X-Sultan-*`-Header). `Verifier.Verify` prüft in der Reihenfolge TLS → Signatur → Zeitfenster (±5min) → Nonce → Store, liefert `Identity{Node, Tenant}`; die Knoten-ID für `Hub.Serve` kommt *nur* daraus. `VerifyUnregistered` für Enrollment (Besitznachweis des Schlüssels). Gesperrt (`ErrForbidden`) wird nur bei Quarantäne; Zahlungsverzug/Ablauf/Drain regelt die Policy über das Routing. `StatusCode(err)` für HTTP-Antworten. Schlüsseldateien: PKCS#8-PEM, 0600, werden nie überschrieben.
- **Kein Klartext:** `Signer` signiert nur `https`-URLs, `Verifier` lehnt Requests ohne `r.TLS` ab (`ErrInsecureTransport`, 426). Tests für Agent↔Server laufen daher über TLS-Testserver.
- [pkg/crypto](pkg/crypto) – Transport: `LoadOrCreateServerCert(dataDir)` (selbstsigniert ECDSA P-256, keine CA, 20 Jahre, `server.key` 0600; fehlt eine der Dateien → Fehler statt Neuerzeugung), `ServerTLSConfig` (nur TLS 1.3), `ClientTLSConfig(server, *KnownServers, expectedFP)` – Pinning im Handshake: Pin gewinnt; ohne Pin nur mit Token-Fingerprint; ohne beides `ErrUnknownServer` (**kein blindes TOFU**). Enrollment-Token `sltn_enroll_<secret>.<fingerprint>` (`NewEnrollmentToken`/`ParseEnrollmentToken`); in den Store kommt nur `Token.Secret`. Paketname kollidiert mit Stdlib-`crypto` – bei Bedarf beim Import aliasen.
Tests werden zuerst als Vorgaben geschrieben, dann implementiert. Zeitabhängige Tests nutzen kurze Intervalle über die Konfigurationsfelder bzw. das injizierbare `Client.sleep`; mit `-race -count=30` auf Stabilität prüfen.
```bash
go vet ./...
go test -race ./... # alle Tests
go test -run TestFromLabels_Errors ./pkg/traefik # einzelner Test
go test -cover ./...
```
Middleware-Optionen werden bewusst als unveränderte Label-Strings in verschachtelten Maps durchgereicht (Traefik parst sie beim Einlesen wie Labels); nur Router- und Service-Felder sind typisiert. Nicht unterstützte Labels (TCP/UDP, unbekannte Attribute) liefern `ErrUnsupportedLabel` statt still ignoriert zu werden.
## Big Picture
Sultan ersetzt manuell gepflegtes Ingress-Routing (z. B. Nginx Proxy Manager): Backends deklarieren ihr Routing selbst (Traefik-Labels an Docker-Containern oder Drop-ins in `/etc/sultan.d/*.conf` für Bare-Metal/LAMP), ein Agent meldet das an einen zentralen Server, und Traefik auf dem Ingress-Knoten pollt daraus seine Konfiguration.
**Single Binary in Go** mit drei Subcommands:
- `sultan server` – Registry, Stream-Hub (hält Agent-Verbindungen im RAM, Dead-Node-Timeout 90s), Policy-Engine, Traefik-HTTP-Provider
- `sultan agent` – Watcher (Docker Events API auf `traefik.*`-Labels bzw. inotify auf `/etc/sultan.d`), State-Serializer (injiziert LAN- oder NetBird-IP `100.64.x.y` als Backend-Ziel), Transport mit Reconnect + exponentiellem Backoff
- `sultan token` – CLI für Schlüssel, Enrollment-Tokens, Lizenzausstellung
**Ports / Endpunkte des Servers:**
- `:8443` (TLS) – Control Plane, ausschließlich *ausgehend* vom Agent (NAT/CGNAT/DS-Lite-tauglich). Persistenter SSE-Stream (entschieden, siehe `pkg/stream`), 45s-Keepalive, Events werden sofort gepusht. Enrollment: `POST /api/v1/enroll`.
- `127.0.0.1:8080` – `GET /v1/traefik-config` (Traefik pollt alle 2–5s; flache Labels aller aktiven Nodes → verschachteltes Traefik-JSON) und `GET /metrics/checkmk` (Checkmk Local-Check-Format).
**Sicherheitsmodell (Kerninvarianten):**
- Server-TLS-Zertifikat self-signed (ECDSA P-256, TLS 1.3), Agent pinnt den SHA256-Fingerprint in `known_servers`; der Erstkontakt wird gegen den Fingerprint im Enrollment-Token geprüft (kein blindes TOFU). Kein Agent-Verkehr im Klartext.
- Agent-Keys (Ed25519) werden nur lokal erzeugt und verlassen den Host nie; Enrollment tauscht Public Key + einmaligen Token gegen Mandanten-Zuordnung und signierten Capability-Lease. Danach ist jeder Heartbeat mit `node.key` signiert.
- Jeder Agent-Payload wird serverseitig gegen die Mandanten-Policy geprüft: Hosts in `Host(...)`-Regeln müssen in `allowed_domains` stehen (sonst ablehnen + Audit-Log), Routen über `max_routes` werden verworfen.
- Lizenzen (`license.json`) sind mit dem Ed25519-Server-Master-Key signiert.
**Stream-Events** (JSON: `event_id`, `timestamp`, `type`, `node_id`, `payload`): `service_state` (Agent→Server, vollständiger Label-Snapshot, nicht Delta), `node_command` (`re_enroll`/`drain`/`maintenance`), `lease_renew`, `error`.
**Persistenz:** SQLite unter `<data-dir>/sultan.db` (Default `/var/lib/sultan`), Tabellen `tenants`, `nodes`, `enrollment_tokens` (Tokens nur als Hash gespeichert).
**Policy/Lizenzablauf:** Mandanten-Status steuert das generierte Routing – Zahlungsverzug → Router auf Bezahlseite (402), Backend down/`service_down` → Statusseite 503 mit `Retry-After: 60`. Checkmk-Schwellen: WARN bei 30, CRIT bei 14 Tagen Restlaufzeit, bei Ablauf Umleitung auf Landingpage.
## Unstimmigkeiten in der Spec
Bisherige Widersprüche sind aufgelöst und im Entscheidungslog der Spec (Abschnitt 8) dokumentiert. Neue Unklarheiten vor der Implementierung mit dem User klären statt raten.